Giebichensteiner Sommerfilmnächte - Freiheit, Protest, Erinnerung
- Open Air
Kino unterm Sternenzelt! An den ersten drei Augustwochenenden (jeweils Do., Fr. und Sa.) lädt das Stadtmusem Halle zu Filmabenden in der romantischen Kulisse der Oberburg Giebichenstein ein.
Zwei Filme stehen pro Abend zur Auswahl. Das Publikum wählt vorab, welchen Film es sehen möchte. Nur der Film mit den meisten Stimmen wird gezeigt.
Motto: Freiheit, Protest, Erinnerung
Zur Wahl stehen diesmal:
WeiterlesenKino unterm Sternenzelt! An den ersten drei Augustwochenenden (jeweils Do., Fr. und Sa.) lädt das Stadtmusem Halle zu Filmabenden in der romantischen Kulisse der Oberburg Giebichenstein ein.
Zwei Filme stehen pro Abend zur Auswahl. Das Publikum wählt vorab, welchen Film es sehen möchte. Nur der Film mit den meisten Stimmen wird gezeigt.
Motto: Freiheit, Protest, Erinnerung
Zur Wahl stehen diesmal:
a) Und morgen die ganze Welt (Deutschland/ Frankreich 2020) oder
b) Leander Haußmanns Stasikomödie. Wir waren alle dabei. Außer ich!
Und morgen die ganze Welt (Deutschland/ Frankreich 2020) Drama
Luisa (Mala Emde) ist 20 Jahre alt, stammt aus gutem Haus, studiert Jura im ersten Semester. Und sie will, dass sich etwas verändert in Deutschland. Alarmiert vom Rechtsruck im Land und der zunehmenden Beliebtheit populistischer Parteien, tut sie sich mit ihren Freunden zusammen, um sich klar gegen die „Faschos“ zu positionieren. Schnell findet sie Anschluss bei dem charismatischen Alfa (Noah Saavedra) und dessen besten Freund Lenor (Tonio Schneider). Für die beiden ist auch der Einsatz von Gewalt ein legitimes Mittel, um Widerstand zu leisten. Bald schon überstürzen sich die Ereignisse. Und Luisa muss entscheiden, wie weit zu gehen sie bereit ist – auch wenn das fatale Konsequenzen für sie und ihre Freunde haben könnte.
Leander Haußmanns Stasikomödie. Wir waren alle dabei. Außer ich!
Berlin, heute: Auf Drängen seiner Freunde, seiner Frau, Kinder und Enkel hatte sich Ludger Fuchs (Jörg Schüttauf) entschlossen, Einsicht in seine Stasi-Akte zu beantragen. Heute ist er ein prominenter, ja, populärer Romanautor, gestern war er ein Held des Widerstandes der DDR; er stand also zwangsläufig unter Beobachtung der Staatssicherheit. Stolz präsentiert Ludger seiner versammelten Familie die dicke Akte. Alles hat die Stasi dokumentiert und kommentiert: seine Wohnung, seine Katze, selbst Szenen mit seiner Frau Corinna (Margarita Broich) im Ehebett… Aber dann: „Was ist denn das?!“ Ein zerrissener und wieder zusammengeklebter Brief, sehr detailliert, sehr intim…. Also von Corinna war der bestimmt nicht, und Corinna will es jetzt genau wissen. Ludger wiegelt ab: „Das war doch vor Deiner Zeit…“ Aber es ist zwecklos, die Stasi hat alles genau dokumentiert. Wütend packt Ludger seine Akte zusammen und entflieht vor dem inzwischen handfest und laut gewordenen Ehestreit nach draußen. Vor dem Haus zündet er sich eine Zigarette an und bläst den Rauch nachdenklich in die Sonne. Und er erinnert sich an den jungen Mann (David Kross), den die Stasi einst angeworben hatte, um in die Bohème des Prenzlauer Bergs einzutauchen, sie auszukundschaften und zu zersetzen. Und wie ihm das Leben dort sofort so sehr gefallen hatte: die Freiheit, die Frauen (und nicht nur eine!), dass er schon bald seinen Auftrag vergessen hatte…
Abstimmung - So geht’s:
- 1. Film auswählen, zum Voting geht’s in der Terminliste. Die Abstimmung läuft bis 10 Uhr des jeweiligen Veranstaltungstages. Das Ergebnis wird bis 12 Uhr auf der Webseite des Stadtmuseums und über deren Social-Media-Kanäle veröffentlicht.
- 2. Ab 20 Uhr bei Cocktails, kühlen Getränken und Snacks die Aussicht und Burgatmosphäre genießen, 20.30 Uhr eine Kurzführung zur Burggeschichte erleben und zum Filmbeginn um 21.30 Uhr im Liegestuhl zurücklehnen.
Tickets
- erhältlich an der Abendkasse vor Ort ab 20 Uhr
- Reservierung sind möglich unter 0345-2213030 oder per E-Mail an buchung-stadtmuseum@halle.de.
- Vorverkauf: Direkt vor Ort (Mi. - Fr. 13 - 19 Uhr, Sa.- So./Feiertage 11 - 18 Uhr)