Talestri, regina delle Amazzoni
Amazonen und Männer – ein schwieriges Verhältnis. Der griechischen Mythologie zufolge duldeten die berittenen Kriegerinnen keinen Mann in ihrem Staat. Lebt es sich unter Frauen anders, die von einer Königin regiert werden? Das offensichtlich brisante Thema reizte in der zweiten Hälfte des
WeiterlesenAmazonen und Männer – ein schwieriges Verhältnis. Der griechischen Mythologie zufolge duldeten die berittenen Kriegerinnen keinen Mann in ihrem Staat. Lebt es sich unter Frauen anders, die von einer Königin regiert werden? Das offensichtlich brisante Thema reizte in der zweiten Hälfte des
18. Jahrhunderts eine Frau aus der Enkelgeneration Händels: Maria Antonia Walpurgis (1724–1780), eine bayerische Prinzessin, die nach Sachsen geheiratet hatte. Sie stellte Talestri auf die Dresdner Bühne, eine Herrscherin, die verbotenerweise den Prinzen Oronte liebt, als Mann unter Amazonen verurteilt zum Opfertod. Talestri steht im tragischen Konflikt zwischen staatlicher Pflicht und verbotener Neigung. Text und Musik der „opera drammatica“, deren Handlung sich als weiblicher Gegenentwurf zu Konventionen nicht nur des 18. Jahrhunderts lesen lässt, verfasste Maria Antonia Walpurgis selbst.
Konzertante Aufführung; Opera drammatica in drei Akten (1760 oder 1763)
Libretto von der Komponistin, basierend auf dem Thalestris-Mythos und Gautier de Costes de La Calprenedes Roman Cassandre (1650)
Maria Antonia Walpurgis
Musikalische Leitung: Attilio Cremonesi
Talestri: Katharina Ruckgaber
Antiope: Corinna Scheurle
Oronte: Ray Chenez
Tomiri: Roberta Invernizzi
Learco: Federico Fiorio
Walkenried Consort
Händelfestspielorchester Halle
Mit freundlicher Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Saalesparkasse
Eine Veranstaltung im Rahmen der Händel-Festspiele.
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