Tuesday
23.04.
19:00

„Hledá se Kafka – Auf der Suche nach Kafka“

Am 3.Juni 1924 starb Franz Kafka. Aus Anlass seines 100. Todestages sprechen und lesen im LHH zwei Autoren, die aufs Engste mit dem Werk des Prager Jahrhunderterzählers vertraut sind: der deutsch-tschechische Schriftsteller Jaroslav Rudiš und der Journalist und Romancier Martin Becker.

 

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Am 3.Juni 1924 starb Franz Kafka. Aus Anlass seines 100. Todestages sprechen und lesen im LHH zwei Autoren, die aufs Engste mit dem Werk des Prager Jahrhunderterzählers vertraut sind: der deutsch-tschechische Schriftsteller Jaroslav Rudiš und der Journalist und Romancier Martin Becker.

 

Jaroslav Rudiš, Jahrgang 1972, lebt heute in Lomnice nad Popelkou und Berlin. 2019 wurde er für seinen Roman „Winterbergs letzte Reise“ – der erste Band, den er auf Deutsch verfasst hat – auf der Leipziger Buchmesse in der Kategorie „Belletristik“ nominiert. Seine Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und verfilmt. 2021 wurde er zudem als „einer der engagiertesten Brückenbauer zwischen Deutschland und Tschechien“ mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland geehrt.

 

Martin Becker, geboren 1982 in Attendorn, studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und arbeitet als Journalist für den Deutschlandfunk, den Westdeutschen Rundfunk und für Deutschlandfunk Kultur. Er ist Autor der „Gebrauchsanweisung für Prag und Tschechien “ und des Essaybandes „Warten auf Kafka. Eine literarische Seelenkunde Tschechiens sowie Herausgeber des Buches „Die letzte Metro. Junge Literatur aus Tschechien“. 2017 erhielt er den Deutsch-tschechischer Journalistenpreis.

 

Gemeinsam verfassten Rudiš und Becker das Hörspiel „Lost in Praha“, das im April 2008 im Westdeutschen Rundfunk ausgestrahlt wurde, sowie die Oper „Exit 89“, die im Oktober 2008 im Prager Theater „Divadlo Archa“ uraufgeführt worden ist.

 

Kafka, dessen Werke zum größten Teil erst nach seinem Tod veröffentlicht wurden, neben den drei Romanfragmenten „Der Process“, „Das Schloss“ und „Der Verschollene“ vor allem zahlreiche Erzählungen, gehören zum Kanon der Weltliteratur. Seine Art der Schilderung von unergründlich bedrohlichen und absurden Situationen hat zur Bildung des auch im außerliterarischen Kontext verwendeten Adjektivs „kafkaesk“ geführt. Sie sind offen und hermetisch zugleich.

 

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Rubriken:
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