Wednesday
03.04.
11:00

Malerei im Doppelpack

Die 1985 in Troisdorf/NRW geborene Mirjam Wingender ist heute freischaffende Künstlerin und Kulturpädagogin, die als Dozentin für kulturelle Bildung unter anderem Kunstprojekte mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen organisiert.Weiterlesen

Die 1985 in Troisdorf/NRW geborene Mirjam Wingender ist heute freischaffende Künstlerin und Kulturpädagogin, die als Dozentin für kulturelle Bildung unter anderem Kunstprojekte mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen organisiert.
Ihren Weg dorthin fand sie über die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn, wo Wingender ihr Diplom der Malerei abschloss. Als Mitglied verschiedener Kunstvereine und z. B. der Künstlergruppe ART7 blickt sie auf unzählige Einzel- und Gruppenausstellungen, national sowie international zurück. Ihre mit Öl und Acryl auf Leinwand gebrachten Werke wirken auf den ersten Blick sehr real, mit solch handwerklicher Genauigkeit geht die Künstlerin vor. Wären da nicht, und das ist als besonderes Merkmal zu verstehen, die teilweise surrealen Elemente oder dargestellten Widersprüche, mit denen sie die Betrachtenden auf eine Reise durch verschiedenste Begebenheiten, ja Situationen einlädt, die durch nicht alltägliche Abbildungen die realistische Malerei zuweilen durchbrechen.
Eine Serie mit Pferdeköpfen trägt den interessanten Namen Luchadores, seit den 1930ern die spanische Bezeichnung für Wrestler (männl.). Hier sind es die typischen, aus späterer Zeit eher farbenfrohen Masken aus dem professionellen Freistilkampf, die die Gesichter der Tiere verdecken. Oder ihr aktuelles Werk Die Suche mit der emporschauenden Protagonistin, aus deren Augen kleine Herzen aufsteigen. Was sucht sie, die Liebe?
Die Künstlerin möchte mit ihrer Arbeit herausfordern, die z. T. vermeintlichen Widersprüche zu hinterfragen, sich dabei mit durchaus gemischten Gefühlen auf die Kunst einzulassen. Ihre Inspirationen fruchten nicht selten aus spontanen Ideen, die sich aus dem Alltag und dem Interagieren von Menschen im gesellschaftlichen Umfeld speisen. Sie irritiert, hinterlässt Rätsel und portioniert ihre Werke oftmals auch mit einem Hauch von Ironie.
Aufoktroyieren möchte die Künstlerin ihre Sichtweise zur Entstehung der Werke keinesfalls. Ist es bei ihr zeitweilig ein Wechselspiel zwischen beschwinglicher Leichtigkeit und andererseits völliger Schwere, das den Gefühlszustand im kreativen Prozess beschreiben mag, können bei Rezipienten völlig andere Assoziationen hervorgerufen werden.
 
Die in Leipzig lebende Franziska Dathe studiert in der Fachklasse Malerei/Grafik bei Prof. Kerstin Drechsel an der Hochschule für Grafik und Buchkunst. Nachdem sie im letzten Jahr des Zentrale für Kunst e. V. beitrat, ist Dathe aktuell dortiges Vorstandsmitglied.
Sie wird ebenfalls einen Querschnitt ihrer Arbeiten im GOLDSTUDIO60 präsentieren. Es sind figurative Malerei und Stillleben, die mit Öl auf Leinwand und z. T. auf Holzuntergründe
aufgetragen worden.

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