4. Sinfoniekonzert der Staatskapelle Halle
Henryk Górecki war einer der bedeutendsten polnischen Komponist*innen der Moderne – umso größer war die Verwunderung des Publikums bei der Uraufführung seiner 3. Sinfonie. Denn was hier erklang, war ein ruhiges, klares, beinahe asketisches Werk von radikaler Schlichtheit. Drei zutiefst bewegende Texte bilden die Grundlage dieser sogenannten »Sinfonie der Klagelieder« für Sopran und Or chester. Einer von ihnen ist die Botschaft einer 18-jährigen Frau an ihre Mutter, die sie während des Zweiten Welt kriegs in die Wand einer Gestapo-Gefängniszelle ritzte.Weiterlesen
Henryk Górecki war einer der bedeutendsten polnischen Komponist*innen der Moderne – umso größer war die Verwunderung des Publikums bei der Uraufführung seiner 3. Sinfonie. Denn was hier erklang, war ein ruhiges, klares, beinahe asketisches Werk von radikaler Schlichtheit. Drei zutiefst bewegende Texte bilden die Grundlage dieser sogenannten »Sinfonie der Klagelieder« für Sopran und Or chester. Einer von ihnen ist die Botschaft einer 18-jährigen Frau an ihre Mutter, die sie während des Zweiten Welt kriegs in die Wand einer Gestapo-Gefängniszelle ritzte. Die Musikkritik war auf ein stilistisch derart »unmodernes« Stück nicht vorbereitet und ließ das Werk bei seiner Pre miere krachend scheitern. Die Geschichte jedoch gab den Kritiker*innen Unrecht: Heute gilt die Sinfonie als ein Werk von überwältigender existenzieller Tiefe und hat sich einen Platz im Konzertrepertoire erobert. Auch das Publikum der Uraufführung von Ludwig van Beethovens 3. Klavierkonzert staunte nicht schlecht: Noch nie zuvor war ein Klavierkon zert so kühn und zugleich so sinfonisch gedacht worden. In diesem Fall jedoch setzte sich die Innovationskraft des Werkes unmittelbar durch – das Konzert wurde rasch als Meisterwerk anerkannt und markiert bis heute einen ent scheidenden Schritt auf Beethovens Weg zu einem neuen, romantischen musikalischen Ausdruck.
Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll op. 37
Henryk Górecki: Sinfonie Nr. 3 op. 36 »Sinfonie der Klagelieder«
Martin Stadtfeld, Klavier
Natalia Płonka, Sopran
Fabrice Bollon, Dirigent
Natalia Płonka
Natalia Płonka schloss ihr Studium 2022 an der Karol-Szymanowski Musikakademie in Katowice mit einem Master-Abschluss in Oper und Theater ab. Zuvor hatte sie bereits eine umfas sende Ausbildung als Pianistin absol viert. Die Mezzosopranistin beherrscht ein umfassendes Repertoire: Neben zahlreichen Solopartien des Kernreper toires engagiert sich die junge Sänge rin zudem in Projekten für zeitgenös sische Musik und Oper und wirkte an mehreren Weltpremieren mit. Płonka wurde bei zahlreichen nationalen und internationalen Gesangswettbewerben mehrfach ausgezeichnet.
Martin Stadtfeld
Der sensationelle Sieg beim Leipziger Bach-Wettbewerb im Jahr 2002 wird zum Ausgangspunkt einer Karriere, die Martin Stadtfeld zu den wichtigs ten Festivals und den bedeutenden Konzerthäusern und Orchestern führt. 26 CDs spielt er in dieser Zeit für Sony Classical ein, die preisgekrönt (unter anderem 4 ECHO Klassik) und von der internationalen Kritik gefeiert werden.
Weniger lesen17.01.2027 bis 18.01.2027
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Einführung jeweils 45 Min vor Beginn