Ladenkonzert: Mariam Koné & Johannes Lauer
Die Sängerin Mariam Koné aus Mali und der Posaunist Johannes Lauer lernten sich vor einigen Jahren in Berlin kennen. Le Mali70 war ein Projekt des Omniversal Earkestra zur Erkundung und Interpretation der Musik malischer Orchester der 70er Jahre, an dem beide beteiligt waren. Zwischen den Bücherregalen können wir sie nun ganz intim und nahbar als Duo erleben, denn seit Mariam nach Deutschland zog und nun in Halle lebt, setzt sich die Zusammenarbeit fort.Weiterlesen
Die Sängerin Mariam Koné aus Mali und der Posaunist Johannes Lauer lernten sich vor einigen Jahren in Berlin kennen. Le Mali70 war ein Projekt des Omniversal Earkestra zur Erkundung und Interpretation der Musik malischer Orchester der 70er Jahre, an dem beide beteiligt waren. Zwischen den Bücherregalen können wir sie nun ganz intim und nahbar als Duo erleben, denn seit Mariam nach Deutschland zog und nun in Halle lebt, setzt sich die Zusammenarbeit fort. Heraus kommt eine astreine Mixed-Music aus Mandingo, Soul, Blues, Hip-Hop, Jazz und klassischer Moderne, immer im Dienste von Mariams Liedern über Freundschaft und Liebe, Gerechtigkeit, Tanz, Krieg und Bestimmung, soziales Engagement und die Rolle der Frau, geschmack- und effektvoll durch die Posaune bereichert oder neben der Gitarre groovig am Fender Rhodes begleitet. Gesungen wird unter anderem auf Bambara, einer vorwiegend in Mali gesprochenen westafrikanischen Sprache.
Mariam Koné stammt aus Kati, einer kleinen Stadt nahe Bamako, und ist eine junge, starke Stimme Malis. Seit ihren Jugendjahren widmet sie sich der Musik und war zunächst Teil der Hip Hop Gruppe Pacifique, mit welcher sie zwei Alben veröffentlichte. Später studierte sie am Bamako Konservatorium, wo sie 2011 ihren Abschluss machte und dann bis 2023 selbst unterrichtete. 2013 erschien ihr Album Dakan – es wurde sehr herzlich aufgenommen und verhalf ihr zu einem Platz im Finale des Prix Découvertes RFI/ France 24. Sie singt mit den Bands Malikanw (Voices of Mali), Mbokka Projekt und Les Amazones d'Afrique und als Gast mit Stars wie Afel Bocoum, Oumou Sangaré, Cheick Tidiane Seck.
Johannes Lauer wurde 1982 in Tübingen geboren, studierte in Berlin, Luzern, New York und Mali und lebt seit 25 Jahren in Berlin. Laut Fachpresse ist er "ein Musiker, den das tiefe Erkennen und Erdenken von musikalischen Aussagen kennzeichnet", "akribisch arbeitender Klangarchitekt", "Ideensammler und Weiterdenker", "technisch brillianter Posaunist auf der Höhe der Zeit" und "polyglotter Geschichtenerzähler". Lauer ist Posaunist, daneben auch Pianist und Komponist, und gefragter Interpret von New Orleans Jazz, Neuer Musik, traditioneller Musik aus Westafrika, Peru, Brasilien und Transsilvanien, Latin-Jazz, Klassik, experimenteller Pop-Musik, Modern Jazz und Avantgarde. Seit 2025 ist er Professor für Jazz-Posaune an der Musikhochschule Leipzig.
Wie gewohnt gibt es Tickets für die begrenzten Sitzplätze im Vorverkauf in unseren Läden. Für alle, die spontan auftauchen, versuchen wir noch Platz zu schaffen und schieben ein paar Bücherstapel zur Seite. Preis: 10 – 20 €, wie Ihr könnt und wollt, das Eintrittsgeld geht an die Band.
Der Abend wird organisiert vom Jazzkollektiv Halle