Lesung Natalia Ginzburg anlässlich ihres 110. Geburtstages
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Natalia Ginzburg wurde 1916 in Palermo geboren und verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Turin. 1938 heiratete sie den Slawisten Leone Ginzburg, der 1944 in einem römischen Gefängnis von deutschen Soldaten ermordet wurde. Nach dem Krieg lebte Ginzburg in Turin, ab 1952 mit ihrem zweiten Mann, dem Anglistik-Professor Gabriele Baldini, in Rom. Beinahe Zeit ihres Lebens arbeitete sie für den Einaudi Verlag. Ab 1983 war sie unabhängige Parlamentsabgeordnete. Sie zog vier Kinder groß. 1991 starb Natalia Ginzburg in Rom. Ihr Werk umfasst Romane, Erzählungen, Theaterstücke und Essays.
WeiterlesenNatalia Ginzburg wurde 1916 in Palermo geboren und verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Turin. 1938 heiratete sie den Slawisten Leone Ginzburg, der 1944 in einem römischen Gefängnis von deutschen Soldaten ermordet wurde. Nach dem Krieg lebte Ginzburg in Turin, ab 1952 mit ihrem zweiten Mann, dem Anglistik-Professor Gabriele Baldini, in Rom. Beinahe Zeit ihres Lebens arbeitete sie für den Einaudi Verlag. Ab 1983 war sie unabhängige Parlamentsabgeordnete. Sie zog vier Kinder groß. 1991 starb Natalia Ginzburg in Rom. Ihr Werk umfasst Romane, Erzählungen, Theaterstücke und Essays.
Sie gilt als eine der bedeutendsten italienischen Literatinnen des 20. Jahrhunderts. In ihrem Werk thematisiert sie Familiengeschichte und baut auf den Erfahrungen von Faschismus, Krieg und moralischer Verantwortung auf. Zu ihren wichtigsten Werken gehören das
autobiografische Meisterwerk „Familienlexikon“ (Lessico famigliare, 1963), der Gesellschaftsroman „Alle unsere Gestern“ (Tutti i nostri ieri, 1952), der präzise Ehedrama-Roman „So ist es gewesen“ (È stato così, 1947) sowie der Essayband „Die kleinen Tugenden“ (Le piccole virtù, 1962)
Es lesen Studierende und Lehrende des Instituts für Romanistik der MLU Halle-Wittenberg, Mitarbeiter und Freunde des LHH sowie Liebhaber der italienischen Sprache und Kultur.
Der Italienische Herbst ist eine Kooperation des Literaturhauses Halle mit dem Institut für Romanistik der MLU Halle-Wittenberg und wird gefördert vom Italienischen Kulturinstitut Berlin.
Bild (c) Wagenbach Verlag
Weniger lesennur am 18.11.2026