Niki de Saint Phalle
Niki de Saint Phalle ist eine faszinierende Künstlerfigur, deren Lebensgeschichte zwischen den Extremen von Schmerz und Kreativität balanciert. Nach einem Neuanfang in Frankreich, wo sie als Modell und Schauspielerin eine neue Identität sucht, wird sie von den Dämonen ihrer Kindheit heimgesucht. Der Zusammenbruch führt sie in eine Psychiatrie, wo sie nicht nur um ihr persönliches Wohl kämpft, sondern auch um die Wahrheit ihres Lebens.Weiterlesen
Niki de Saint Phalle ist eine faszinierende Künstlerfigur, deren Lebensgeschichte zwischen den Extremen von Schmerz und Kreativität balanciert. Nach einem Neuanfang in Frankreich, wo sie als Modell und Schauspielerin eine neue Identität sucht, wird sie von den Dämonen ihrer Kindheit heimgesucht. Der Zusammenbruch führt sie in eine Psychiatrie, wo sie nicht nur um ihr persönliches Wohl kämpft, sondern auch um die Wahrheit ihres Lebens. Mit unbändiger Kraft und einem innovativen künstlerischen Ansatz erschafft sie die Nanas – farbenfrohe, ikonische Skulpturen, die Weiblichkeit und Hoffnung verkörpern. Ihre Kunst wird zur Waffe, einzigartig und provokant, und sprengt die Grenzen der etablierten Kunstwelt.
Die Besetzung mit der Kanadierin Charlotte Le Bon ist perfekt. Sie sieht der 2002 verstorbenen Künstlerin nicht nur unheimlich ähnlich, sie hat zum Teil auch eine ähnliche Biografie, spricht Englisch und Französisch und ist auch selbst bildende Künstlerin. "Ich habe viele ihrer Nanas gekannt, und auch ihren Garten in Italien, den 'Jardin de Tarot' und einen mit Spiegeln bedeckten Totenkopf in Paris. Ihr Werk ist mittlerweile ein Teil des kollektiven Bewussteins", sagt Le Bon. Für die Dreharbeiten habe sie für den künstlerischen Teil nicht so viel Neues lernen müssen: "Ich kannte die Prozeduren genau: Wie man Pigmente mit Öl vermischt, wie man eine Leinwand vorbereitet, wie man mit den Händen Scherben oder andere Materialien in Form bringt. Das musste ich nicht neu lernen. Die große Herausforderung war, an diese wirklich dunklen Orte zu gehen und dort wieder herauszukommen. Es gibt im Film sehr dunkle Momente - aber auch sehr helle und strahlende." Gedreht wurde unter anderem im Louvre, wo die junge Frau nach ihrer Ankunft in Europa große Gemälde bewundert - und die beeindruckende Statue der Nike von Samothrake, die eine Art Namensgeberin für de Saint Phalle wird, eine bedeutende Rolle spielt. Céline Sallette erzählt, die Familie de Saint Phalles habe sich stets gegen Filmbiografien gesperrt, auch gegen diese. "Nun sind sie aber glücklich darüber, dass es unseren Film gibt. Ich weiß aber nicht, ob sie ihn sehen werden." Zur Besetzung gehören neben Charlotte Le Bon als Niki de Saint Phalle unter anderem John Robinson als erster Ehemann Harry Matthews, Damien Bonnard als Künstler und zweiter Ehemann Jean Tinguely.
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