Israelische Realitäten nach dem 7. Oktober
Vortrag und Gespräch mit dem Autor Oliver Vrankovic
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Vortrag und Gespräch mit dem Autor Oliver Vrankovic
Der Judenmord im Westlichen Negev am 7. Oktober und die Geiselnahme durch die islamistische Hamas hat Israel als materiellen Schutzraum für Juden nachhaltig erschüttert und die Gesellschaft traumatisiert. Viele fest gepflegte Überzeugungen haben sich als falsch erwiesen. Der Vortrag beschreibt den Alltag in Israel seit dem 7. Oktober 2023 und erörtert die Möglichkeit eines Neuanfang für die israelische Gesellschaft. Das fortwährende Trauma, die anhaltende äußere Bedrohung, die Desillusionierung eines Auskommens mit den Palästinensern, die gewaltigen Umbrüche im Nahen Osten und der weltweite Antisemitismus stellen den Neuanfang als eine große Herausforderung dar. Dazu kommen innerisraelische Konfliktlinien, die sich mit der anstehenden Wahl verschärfen. Im Zusammenhang mit dem weltweiten Antisemitismus und dessen Kontinuität schon vor der Entgrenzung im Zuge des Krieges und dessen Wahrnehmung in Israel wird auch auf den Anschlag auf die Synagoge in Halle vor fünf Jahren eingegangen und die Befürchtungen, die er in Israel ausgelöst hat.
Zum Autor: Oliver Vrankovic lebt seit 2007 in Israel und ist seit 2009 als Pflegehelfer im Elternheim Pinkhas Rozen der Vereinigung der Israelis mitteleuropäischer Herkunft tätig. Außerdem arbeitet er seit 2016 bei der Wiener Library, dem größten Holocaust Archiv der Welt und freiberuflich als Koordinator von Bildungsreisen. Dazu berichtet er unregelmäßig für deutschsprachige Medien, v.a. HaGalil und die Jüdische Allgemeine über Israel. Er war seit dem 7. Oktober mehrfach in der Region des Anschlags und hat mit vielen direkt Betroffenen des Massakers gesprochen, sich für das Forum der Angehörigen eingesetzt und die Angriffe von verschiedenen Fronten miterlebt sowie die Debatten und Entwicklungen der letzten Jahre verfolgt.
Moderation: Daniel Grunow
Eine Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt in Kooperation mit dem Jungen Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Halle/Saale