„Meine liebste Otte!“

Eine Hommage in Fäden und Farben an die Bauhaus-Künstlerin Benita Koch-Otte

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Eine Hommage in Fäden und Farben an die Bauhaus-Künstlerin Benita Koch-Otte

Manche Leben gleichen einem Gewebe: Fäden, die sich kreuzen, reißen, neu verknüpft werden, mal in kräftigen, mal in zarten Farben und doch am Ende zu einem großen Ganzen verwoben. Das Leben von Benita Koch-Otte war genau ein solches Gewebe. Sie webte sich vom niederrheinischen Provinzstädtchen ans revolutionäre Bauhaus, von dort in die kreative Aufbruchsstimmung der Burg Giebichenstein – und musste doch miterleben, wie ihr die Nationalsozialisten 1933 alles nahmen, wofür sie gearbeitet hatte. Sie verlor ihre Werkstatt, ihre Heimat, kurz darauf auch ihren Mann. Trotz allem hörte sie nicht auf zu weben: In Bethel bei Bielefeld fand sie einen neuen Anfang und leistete dort, fernab der großen Bühnen der Kunstgeschichte, leise Pionierarbeit bis ins hohe Alter.

Es ist genau dieses bewegte Leben, dem wir uns ab Ende September widmen. Und der Zeitpunkt könnte kaum symbolträchtiger sein: Vor rund 100 Jahren übernahm die junge Bauhaus-Absolventin die Leitung der Handweberei-Werkstatt an der Burg Giebichenstein, 1926 öffnete in Dessau das legendäre Bauhausgebäude seine Türen. Ein doppeltes Jubiläum, das uns Anlass genug ist, eine der faszinierendsten und dennoch lange übersehenen Künstlerinnen der Moderne wieder ins Licht zu holen.

Ab dem 27. September zeigt die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt mit „Meine liebste Otte!“ eine Ausstellung, die genau dieses Leben in den Mittelpunkt stellt, mit Originaldokumenten und -werken Koch-Ottes im Dialog mit zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern, die sich auf ganz unterschiedliche Weise ihrer Geschichte angenähert haben.

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Preis:
5,00 € | 2,00 € (erm.)
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