Tag des offenen Denkmals in der Leopoldina
Am bundesweiten Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September 2026 öffnet die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina ihre Türen. Es werden Führungen durch das Hauptgebäude und die Bibliothek angeboten und Informationen zur Gebäudegeschichte, zur Geschichte der Leopoldina und zu ihren Aufgaben als Nationalakademie vermittelt.Weiterlesen
Am bundesweiten Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September 2026 öffnet die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina ihre Türen. Es werden Führungen durch das Hauptgebäude und die Bibliothek angeboten und Informationen zur Gebäudegeschichte, zur Geschichte der Leopoldina und zu ihren Aufgaben als Nationalakademie vermittelt. Besondere Höhepunkte sind in diesem Jahr die Installationen der Künstlerin Julia Schleicher und des Kunstkollektivs KLUB7 im Hauptgebäude und Außenbereich der Leopoldina, die Präsentation der ältesten naturwissenschaftlichen Zeitschrift der Welt sowie ein Auftritt des Konzerthallenchors Halle.
Die Geschichte des heutigen Hauptsitzes der Leopoldina reicht zurück bis ins 18. Jahrhundert: 1792 erwarb die Freimaurerloge „Zu den drei Degen“ das Gelände am Jägerberg und errichtete an dieser Stelle ihr Logenhaus. Nachdem das Gebäude seit 2001 leer stand, konnte es die Leopoldina im Jahr 2009 von der Weltkugelstiftung erwerben. Der neue Hauptsitz der Leopoldina gegenüber der Moritzburg wurde vor dem Bezug 2012 aus Mitteln des Konjunkturpakets II denkmalgerecht saniert. Innerhalb des Gebäudes sind noch Spuren der verschiedenen Baustile vergangener Epochen sichtbar.
Zu jeder vollen Stunde können sich die Besucherinnen und Besucher in geführten Rundgängen, unter anderem durch den Vortragssaal, das Präsidiumszimmer, die Präsidentengalerie und den Festsaal, über die Geschichte des Gebäudes informieren.
Eine weitere Besonderheit dieses Jahr sind die Installationen der Künstlerin Julia Schleicher und des Kunstkollektivs KLUB7 im Hauptgebäude sowie im Garten der Leopoldina: Im Rahmen der Ausstellung „AUTONOMIE“ gestaltet die Bildhauerin Julia Schleicher die Innenräume der Leopoldina mit über dreißig großformatigen Kokons und Insektenpuppen als Sinnbilder von Transformation und Selbstwerdung. Ihr Werk trägt den Namen „Die Autonomie der Puppe“. Das Kunstkollektiv KLUB7 realisiert im Außenraum die dreiteilige Installation „Kollektive Autonomie“ – großformatige Arrangements aus vielfältigen Baumaterialien, ergänzt durch Licht- und Soundelemente. Um 11:30 Uhr haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, mit dem Künstler Mike Okay von KLUB7 ins Gespräch zu kommen.
Ein besonderes musikalisches Highlight ist der Auftritt des Konzerthallenchors Halle e.V. um 14:30 Uhr im Garten der Leopoldina.
Der Tag des offenen Denkmals wird seit 1993 jedes Jahr bundesweit am zweiten Sonntag im September veranstaltet. Sein Ziel ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken. Initiator des Denkmaltags in Deutschland ist die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. In diesem Jahr findet der Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ statt.
Programm im Überblick:
Ab 10:00 Uhr: Führungen im Hauptgebäude zu jeder vollen Stunde | die letzte Führung beginnt um 15:00 Uhr
11:30 Uhr: Künstlergespräch zur Installation mit Mike Okay (KLUB7)
14:30 Uhr: Auftritt des Konzerthallenchor Halle e.V. | bei schönem Wetter im Außenbereich, bei schlechtem Wetter im Vortragssaal der Leopoldina